Rückblick 2003

Nach dem Festival des Arcs 2002 wurde beschlossen, einen Verein zu gründen um weitere Openairs und allenfalls andere Anlässe zu organisieren. Als Gründe für die Vereinsgründung wurde im Protokoll vom 13. Juli 2002 festgehalten: «Klare Struktur; finanzielles Risiko liegt nur beim Verein; nicht bei Einzelnen; ein fester Stock an Helfern; div. finanzielle Vergünstigungen (Festbankmiete etc); Positionierung im Dorf/Gemeinde/übrige Vereine.»

Am 5. Oktober 2002 erfolgte die Gründungssitzung des Vereins Festival des Arcs im Restaurant Schlüssel in Unterehrendingen. Über den Vereinsnamen wurde anfänglich gestritten, ebenfalls über die Bildung und Abgrenzung der unterschiedlichen Ressorts; an der Sitzung vom 10. November 2002 wurde über den Vereinsnamen «Festival des Arcs» definitiv entschieden. Der Verein beschloss, im Frühjahr 2003 einen Winteranlass unter dem Namen «Leermondgroove» im Badener Claque Keller durchzuführen. Aufgrund fehlender Sponsoren wurde dieser Anlass dann aber «ersatzlos gestrichen [und] das Hauptaugenmerk auf das Openair» gerichtet, wie es im Protokoll vom 31. Dezember 2002 heisst. Eine Webseite unter der Adresse www.festivaldesarcs.ch löste die bisherige, etwas sperrige URL www.tiscalinet.ch/ehrendinger_openair ab. Markus Böckli trat aus dem OK aus, stand aber weiterhin als Helfer zur Verfügung. Bettina Eckmann übernahm während des Festivals die Leitung der Kasse.

Das OK beschloss, dass am Festival des Arcs 2003 keine der drei Ehrendinger-Bands «Not Guilty», «Pablodali» und «Annunciation» auftreten sollte. Mit der neugegründeten Band «Skani Matter» (später «Im Schilf») standen weiterhin OK-Mitglieder auf der Bühne. Erstmals wurde das Openair zweitägig durchgeführt, am Samstagabend und am Sonntagnachmittag; nun mit 10 Bands und – ebenfalls erstmalig – einem non-musikalischen Programmteil mit Literatur und Kleinkunst. Ausgebaut wurde auch die Infrastruktur, mit neuer Bühnenbedachung, einer zusätzlichen Nebenbühne, einem Zeltplatz, Wegmarkierungen ab Dorfeingang und einem Shuttle-Bus, der zwischen Festivalgelände und Bushaltestelle im Dorf hin und her fuhr. Das Festzelt, das bisher die Bühne bedachte, wurde als Backstage nach hinten verlagert; das Mischpult behelfsmässig durch eine Plastikplane geschützt. Die roten Tuchbahnen, welche die Platzgestaltung bis anhin ausmachten, wurden – wie die Fotos zeigen – durch schwarze abgelöst. Sabine Doppler gestaltete den ikonischen Festival des Arcs-Schriftzug.

Food und Bar wurden teilweise ausgelagert: Das Essen wurde nach wie vor durch Riz Careem besorgt; den Barbetrieb teilten sich Rolf Kellenberger, der Wirt des Ehrendinger Bistro Ampère, der Handballclub Ehrendingen und das OK des Festival des Arcs untereinander auf. Das wurde als Problem betrachtet, wie die Auswertung des Openairs von 2003 festhält: «Doppelspurigkeiten eigene Bar/Bistro/Handballer-Bar; Abgrenzung zu Curry ist okay.» Die Bar sollte in Zukunft in Eigenregie betrieben werden. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass es von Vorteil sein könnte, auch eigenes Essen anzubieten («Essen selber verkaufen -> Gewinn»). Als es im Anschluss an das Festival zu Unstimmigkeiten über die Art der Abrechnung und Abmachungen betreffend der Kosten von Helfer*innenessen, Reklamationen über halbgares Poulet-Fleisch und – auf der anderen Seite – eine Verschleppung von Geldzahlungen durch das Festival kam, hatte man dann allerdings ohnehin keinen Partner mehr, der das Essen für das Festival des Arcs zubereitet hätte.

Die Presseberichterstattung fiel äusserst wohlwollend aus, die Botschaft titelte «Festival des Arcs: Openair mit Esprit», die Aargauer Zeitung überschrieb ihren Artikel mit «Open-Air-Idylle am Lägernhang: Stimmungsvolles viertes Festival des Arcs in der Gipsgrube». Simone Huber schrieb für die AZ: «Die Bemühungen, das Festival des Arcs professioneller aufzuziehen, waren deutlich spürbar. Angefangen bei der Musik, die unterschiedlicher kaum hätte sein können. Manchmal wähnte man sich in einer verrauchten Bar zur Blütezeit von Jazz und Swing, dann wieder am Strand von Jamaika, oder es wurde einfach gerockt.»

Programm: Uusfahrt Länzborg; Freakuency; The Pets; Illegal Prohibition; Jane lost a bird; Field; Jamsession; Bokasher; Phoebe; Fingerpoke; Skani Matter Band; Literatur; Diabolo

 

Medienberichte

Aargauer Zeitung: Musik erklingt an frischer Luft
Botschaft: Openair mit Esprit
Aargauer Zeitung: Open-Air-Idylle am Laegernhang